Integrität und Änderungen

Wenn sich Dateien ändern – und wenn sich das System verschiebt.

Zwei verwandte, aber verschiedene Fragen: Hat sich eine wichtige Datei verändert? und Was ist am System insgesamt anders als beim letzten Mal?

Dateiintegrität #

NODE64 bildet Prüfsummen eines festen Satzes wichtiger Dateien – Konten, Rechte, SSH-Konfiguration, Cron, Dienste. Beim ersten Lauf wird der Stand als Ausgangswert gespeichert, ohne Befund. Weicht eine Datei später davon ab, entsteht ein Integritäts-Befund.

Die Einstufung hängt vom Pfad ab: Eine geänderte sshd_config wiegt schwerer als eine geänderte /etc/hosts.

Der Server kennt nur die Prüfsumme, nicht den Inhalt. Er weiss, dass sich etwas geändert hat – nicht was. Das ist Absicht: Für die Frage „hat jemand daran gedreht?" reicht die Prüfsumme, und alles darüber hinaus wäre eine Kopie deiner Konfiguration auf fremdem Blech.

Als gewollt bestätigen #

Die meisten Änderungen sind deine eigenen. Am Befund steht Als gewollt bestätigen – ein Klick, und der neue Stand wird zum Ausgangspunkt. Der Befund gilt als erledigt, und gemeldet wird erst wieder, wenn sich die Datei erneut ändert.

Zwei Feinheiten:

  • Bestätigt wird genau der Stand, der im Befund steht. Hat sich die Datei seit dem Öffnen der Seite erneut geändert, wird der Klick abgelehnt – sonst würdest du eine fremde Änderung mitbestätigen.
  • Der Ausgangswert zieht nicht automatisch nach, nur weil du den Befund gesehen hast. Eine Integritätsmeldung, die sich selbst erledigt, schweigt beim nächsten Mal – und das nächste Mal ist das, auf das es ankommt.

Änderungen am System #

Unabhängig von Dateien vergleicht NODE64 jeden Lauf mit dem vorigen und meldet, was sich verschoben hat:

  • neu installierte oder entfernte Pakete,
  • neue oder verschwundene lauschende Ports,
  • neue oder entfernte Konten,
  • Dienste, die dazugekommen oder verschwunden sind,
  • neue Container.

Das ist kein Sicherheitsurteil, sondern ein Protokoll. Der Wert liegt im Alltag: Wenn auf einem Server, an dem niemand gearbeitet hat, plötzlich ein Port auf ist, weisst du das, bevor es jemand anders merkt.

Typischer Fall: Ein automatisches Update installiert ein Paket nach, das einen Dienst mitbringt, der auf allen Schnittstellen lauscht. Kein Mensch hat etwas falsch gemacht – trotzdem ist der Server jetzt anders erreichbar als gestern.

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